Bildung statt PISA

Mit dem Titel dieses Beitrags, Bildung statt PISA, wollen wir jedem interessiertem Leser die Möglichkeit geben, sich mit diesem Motto bzw. Gedankeninput näher auseinanderzusetzen. Bildung meint in dieser Hinsicht die eigentliche Formung des Menschen mithilfe seiner individuellen geistigen Fähigkeiten. Diese Begriffsbestimmung wird in ihrer näheren Betrachtung sogar noch verfeinert – so deckt Bildung als Terminus in seiner Definition auch den Entwicklungsprozess des Menschen, im Rahmen dieses sich seine geistigen, personalen, lebenspraktischen, sozialen sowie kulturellen Fähigkeiten bzw. Skills erweitern, ab. Bildung ist also ein lebenswichtiger sowie lebensbegleitender Prozess, der einen Menschen in seiner Ganzheit formt, prägt und als eigenständiges Individuum erscheinen lässt.

In welchem Blickfeld bzw. Bezugsrahmen wird hingegen die PISA-Studie gesehen? Genau genommen handelt es sich dabei um internationale Schulleistungsuntersuchungen, welche seit dem Jahre 2000 in einem kontinuierlichen 3-Jahres-Rhythmus in der Mehrheit der OECD-Mitgliedsstaaten durchgeführt werden. Obwohl die PISA-Studie eine „angesehene“ Bildungsstudie ist, rückt sie das allgemeine Bildungswesen durch die aus der PISA-Studie resultierenden schlechten Ergebnisse immer mehr aus dem Gleichgewicht. Als Beispiel hierfür sei der österreichische Staat erwähnt: Österreich verfügt über ein profundes, wenn auch in gewissen Teilen veraltetes, Bildungssystem, welches österreichischen Schülern und Schülerinnen ermöglicht, eine erstklassige Schulausbildung zu bekommen. Das zeichnet sich besonders in den Allgemein Bildenden Höheren Schulen ab, welche ihre Schüler und Schülerinnen mit einer exzellenten Ausbildung auf Hochschulen wie Universitäten und Fachhochschulen vorbereiten. Diese Tatsache wird jedoch durch die immer schlechteren Ergebnisse der österreichischen PISA-Studie in ein graues Licht gerückt, wodurch Außenstehende den Eindruck vermittelt bekommen, Österreich könne als angesehener Staat in Sachen Bildung, Bildungswesen und Bildungssystem leider nicht auf vorderster Front mithalten.

„Bildung statt PISA“ lautet daher das Motto: Die Bildung selbst verdient einen profunden Verbesserungsprozess – und das in weiten Teilen Österreichs. Hierbei sollten ebenfalls an den Fähigkeiten sowie der Eignung einzelner Pädagogen und Pädagoginnen für das Schulsystem angesetzt werden. Ist in diesen Bereichen erstmals eine Verbesserung geschehen, so kann auch die PISA-Studie wieder bessere Ergebnisse erzielen.

Tatsache ist jedoch, dass durch die alle drei Jahre stattfindende PISA-Studie und das trotz allem gleich bleibende Bildungssystem eine noch schlechtere Meinung des österreichischen Schulsystems geschürt wird. Demnach sollten das allgemeine Bildungswesen sowie auch die ganzheitliche Gesellschaft einer profunden und umfassenden Re-Kultivierung unterzogen werden.