Category Archives: Allgemein

Lehrerfortbildung

Lehrerfortbildung – Nicht nur Schüler lernen fürs Leben

Ist das Studium beendet und der Lehrer wurde in den Schuldienst übernommen, bedeutet dies noch lange nicht, dass ab sofort nur noch die Schüler lernen müssen. Auch der Lehrer ist verpflichtet, sich in der Zeit seiner Berufstätigkeit ständig fortzubilden.

Spielraum für Lehrer vorhanden

Allerdings ist die Fortbildungspflicht nicht einheitlich geregelt. Wer als Landeslehrer tätig ist und dabei an einer Polytechnischen Schule oder einer Volks-, Haupt-, Sonder- oder Berufsschule arbeitet, verpflichtet sich dazu, sich pro Schuljahr 15 Stunden weiterzubilden. An den Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) und den Berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen (BMHS) jedoch gibt es keine Vorschriften, wie lang eine Fortbildung zu dauern hat und welcher Art sie sein muss. Die Lehrer haben hier also einen großen Spielraum.

Ab 2019 ist es mit dem neuen Lehrerdienstrecht allerdings für alle Lehrer verpflichtend, sich außerhalb der Schulzeit 15 Stunden jährlich fortzubilden.

Damit die Lehrer nicht während der Schulzeit die Wochenenden mit Weiterbildungen belegen müssen, werden die Seminare außerdem in den Ferien angeboten. 2009 nahm nur etwa jeder zehnte an einem Ferienangebot teil; die übrigen haben sich im eigenen Urlaub erholt. Dass Kurse zum Teil sogar kostenlos angeboten werden und für viele Nicht-Lehrer eine willkommene Abwechslung darstellen würden, spielt keine Rolle.

Karriere durch Weiterbildung

Dabei sind Fortbildungen im Lehrerberuf nicht nur wichtig und notwendig, um fachlich immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und weiterhin ein Vorbild für Schüler und Kollegen zu sein; auch die didaktischen Kenntnisse müssen immer wieder aufgefrischt werden. Wer bereits einige Jahre in diesem Beruf arbeitet, wird bemerken, dass sich eine gewisse Routine eingestellt hat. Während dies für viele über einen gewissen Zeitraum sehr angenehm und verlässlich ist, sehnen sich andere nach neuen Herausforderungen. Wer sich die entsprechenden Weiterbildungen sucht, kann durchaus als Lehrer eine gewisse Karriere machen.

Die Auswahl an Fort- und Weiterbildungen sind heutzutage groß: Neben der fachlichen Weiterbildung werden Fremdsprachen, Technologien oder Umweltbewusstsein vermittelt. Auch die Entwicklung von Schule und Unterricht sowie weiterführenden Berufsfeldern spielt eine große Rolle. Wer seine Persönlichkeit stärken möchte, findet ein umfangreiches Angebot an Seminaren, bei denen Gespräche, Sport, Abenteuer und Gemeinsamkeit von Bedeutung sind.

Das Berufsfeld „Lehrer“ erweitern

So ist es zum Beispiel möglich, als Schülerberater den Heranwachsenden in der Schule beratend zur Seite zu stehen. Um in die passende berufliche Richtung zu gehen, kann ein Gespräch als Bildungsberater sinnvoll sein. Angehende Lehrer, die ihr einjähriges Unterrichtspraktikum an der Schule absolvieren, stehen in Kontakt mit einem Betreuungslehrer, der ihnen oft als Mentor zur Seite gestellt wird.

Lehrer, die gerne leitende Tätigkeiten übernehmen, können in einer Arbeitsgemeinschaft mit Kollegen die Leitung übernehmen oder im Stadt- sowie Landesschulrat mitarbeiten. Mit viel Engagement und Erfahrung ist es außerdem möglich, später als Schulleiter tätig zu sein.

Weitere Details und Möglichkeiten rund um die Lehrerfortbildung und -weiterbildung finden Sie auf der Webseite des zuständigen Bundesministeriums.

Lehrergehalt

Als Lehrer seine Brötchen verdienen

Der Beruf des Lehrers ist für viele, die die Matura in der Tasche haben, sehr interessant. Natürlich spielt bei der Wahl der späteren Tätigkeit immer eine große Rolle, dass der Job Spaß macht und ausfüllend ist, nicht außer Acht gelassen werden sollte jedoch das Gehalt. Was nützt der tollste Beruf, wenn davon die Familie nicht ernährt werden kann. Das Lehrergehalt sollte daher von angehenden Studenten durchaus in die Wahl mit einbezogen werden.

Kein einheitliches Einstiegsgehalt

Die Bezahlung von Lehrern in Österreich ist zurzeit noch nicht einheitlich. Der Grund liegt darin, dass Bundeslehrer neun Semester an der Universität studieren müssen, woran sich ein Unterrichtspraktikum von einem Jahr Dauer anschließt, während Landeslehrer nach sechs Semestern bereits fertig sind. Landeslehrer haben daher mit etwa 2.000 Euro ein geringeres Einstiegsgehalt als die Bundeslehrer, die mit zirka 2.200 Euro beginnen. Bei beiden ist jedoch gemeinsam, dass nach zwei Jahren im Job automatisch eine Gehaltserhöhung folgt. Sie steigen dann in die nächst höhere Gehaltsstufe auf.

Wöchentliche Pflichtstunden

Wer nun denkt, dass für die Lehrer nach wenigen Stunden Unterricht am Tag bereits Feierabend ist und sie ihre Beine für ihr Gehalt auf dem Sofa hochlegen können, der irrt sich. Ein Bundeslehrer beispielsweise ist dazu verpflichtet, pro Woche 20 Stunden zu unterrichten. Allerdings werden einzelne Fächer unterschiedlich bewertet. Da Sport in der Regel kaum eine Nachbereitung beziehungsweise Korrektur erfordert, müssen wöchentlich mehr Unterrichtsstunden geleistet werden. Wer hingegen ein Fach unterrichtet, in dem starke Korrekturen notwendig sein können, wie dies zum Beispiel bei Deutsch oder Mathematik der Fall ist, muss eventuell nur 17 Stunden wöchentlich im Klassenraum verbringen. Nicht vergessen werden dürfen allerdings die Stunden, die der Lehrer damit verbringt, den Unterricht vor- oder nachzubereiten.

Neues Lehrerdienstrecht – Änderungen ab Herbst 2014

Allerdings ändert sich ab Herbst 2014 einiges im Rahmen des neuen Lehrerdienstrechts. Verpflichtend wird es zwar erst ab dem Jahr 2019, dennoch können Lehrer, die ab Herbst diesen Jahres in den Schuldienst eintreten, bereits vereinbaren, dass sie nach dem neuen Recht vergütet werden. Lehrer, die bereits jetzt im Dienst sind, haben keine Möglichkeit, umzusteigen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Unterrichtsstunden pro Woche auf 24 angehoben werden, wobei Lehrer, die zusätzliche Ämter begleiten, Abschläge in Anspruch nehmen können. Die Einstiegsgehälter steigen an, was dazu führt, dass die Gehaltskurve im weiteren Verlauf der Berufstätigkeit flacher gehalten wird. Alle Lehrer erhalten dann ein Einstiegsgehalt von 2.420 Euro brutto, dafür werden die weiteren Steigerungen durch eine Kürzung der Gehaltsstufen gelindert.

Lehrer, die Sonderfunktionen übernehmen, indem sie Schülern oder Junglehrern beratend zur Seite stehen oder sich im Bereich der Sonderpädagogik engagieren, erhalten Zusatzzahlungen.

Verpflichtend ist außerdem, dass Lehrer bis zu 24 Stunden pro Jahr den Unterricht von anderen Lehrern übernehmen müssen, damit es nicht zu einem Ausfall kommt. Außerdem müssen sie an Elternabenden, Konferenzen oder Fortbildungen innerhalb der Schule teilnehmen.

Lehrer Gehaltstabelleneinstufung

[table id=1 /]

Lehrer Gehaltstabelle 2014 (gem. § 55 GG)

[table id=3 /]

Vertragslehrer Gehaltstabelle 2014 (gem. I L§ 41 VBG)

[table id=4 /]

Vertragslehrer Gehaltstabelle 2014 nach Jahreswochenstunden (gem. I L§ 41 VBG)

[table id=5 /]