Wie gut ist der Unterricht in österreichischen Schulen?

Unterrichtsverbesserung – so macht die Schule mehr Spaß

Die Gründe, warum Schüler gerne oder ungern die Schule besuchen, sind vielfältiger Natur und können nicht über einen Kamm geschert werden. Unstrittig ist aber, dass Schüler dazu bewegt werden können mehr zu leisten, wenn der Unterricht auch Spaß macht. Je trockener der Stoff dargelegt wird, desto unwilliger scheinen Schüler zu sein, sich für das jeweilige Fach zu interessieren. Immer wieder beweisen Lehrer, die sich für einen aufgelockerten Unterricht einsetzen, dass die Schüler mehr Präsenz zeigen, mitarbeiten und dafür auch bessere Noten kassieren. Doch Lehrer, die zur selben Zeit nicht eine gewisse Strenge aufweisen, können sich schlechter durchsetzen.

Wer trägt die Schuld, wenn Kinder in der Schule versagen?

Die Prügelstrafe ist abgeschafft – nicht militärische Disziplin soll auf den Schulen vermittelt werden, sondern Freude am Lernen. Dies entspricht dem Geist der Zeit. Doch es haben sich an vielen Schulen Probleme eingestellt, die es früher in dieser Form nicht gegeben hat, vielleicht aufgrund der eisernen Strenge, mit der Schüler einst unterrichtet wurden, vielleicht aufgrund des distanzierten Verhaltens, das Lehrer im Umgang mit ihren Schülern an den Tag legen mussten. Dennoch sind Lehrer heutzutage mannigfaltigen Kritiken ausgesetzt. Wenn ein Schüler nicht versetzt wird, sind es oft die Eltern, welche die Lehrer oder das gesamte Schulsystem dafür verantwortlich machen. Lehrer wenden entgegen ein, sie seien nicht die eigentlichen Erzieher und dass auch die Eltern mehr Verantwortung zeigen müssten, beispielsweise wenn es darum geht, den Kindern bei den Schulaufgaben zu helfen. Viele Mütter gehen trotz Nachwuchs einer Arbeit nach, oft haben die Eltern zu wenig Zeit, um ihren Nachwuchs in schulischen Belangen tatkräftig zu unterstützen.

Der Schulalltag soll durch Außergewöhnliches durchbrochen werden

Wie der Unterricht verbessert werden kann, dazu gibt es zahllose Ideen und auch tatkräftige Versuche von Seiten der Lehrerschaft. Jeder Lehrer hat doch große Freiheiten, um den Unterricht so zu gestalten, dass er den Schülern mehr Spaß macht. Das Lernen auf spielerische Art und Weise kommt bei den Zöglingen beispielsweise mehrheitlich gut an. Werden die neuen Medien oder auch Filme, Diashows oder Musik in den Schulalltag eingebaut, zeigen die meisten Schüler auch mehr Begeisterung. Die Schule soll ein Ort der Freude sein, der Schulalltag soll durch Außergewöhnliches durchbrochen werden. Der schlimmste Feind eines konstruktiven Unterrichts ist ohne die Frage die Langeweile. Denn wenn Kinder sich langweilen, sind sie auch nicht gewillt zuzuhören, und die Motivation etwas oder mehr als das unbedingt Notwendige zu leisten, bleibt nicht selten aus.

Schule als eigenständig wirksame pädagogische Einheit

Fest steht, dass Neuansätze der Schul- und Unterrichtsentwicklung immer wieder vonnöten sind, um den Unterricht zu verbessern. In der Schulforschung hat es sich erwiesen, dass für erwünschte Veränderungen in punkto Unterrichtspraktiken der Blick auf den Unterricht per se nicht genügt, vielmehr ist die Schule selbst als eigenständig wirksame pädagogische Einheit zu betrachten. Die großen Schulleistungsmessungen TIMSS, PISA und IGLU1 haben Unterrichtsergebnisse und Unterrichtspraktiken aufgezeigt, die verdeutlicht haben, dass neue Unterrichtsansätze zu Leistungsverbesserungen führen können. Zusammenfassende Darstellungen der Forschung zur Unterrichtsqualität können als ein Impuls betrachtet werden, um Merkmale der Unterrichtsqualität in systematische Unterrichtsentwicklung umzusetzen.

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