Tipps zum richtigen Lernen

In Vorbereitung auf Klausuren, die Matura oder im anschließenden Studium ist es sehr wichtig, den anfallenden Lernstoff richtig zu bearbeiten. Wer sich nicht konzentrieren sowie auswendig lernen kann oder schlechte Noten schreibt, weil er Zusammenhänge nicht versteht, kann mit schon kleinen Veränderungen am Arbeitsplatz oder im Lernverhalten mitunter große Veränderungen bewirken.

Ruhige Atmosphäre schaffen

Es ist sehr wichtig, den Arbeitsplatz so einzurichten, dass die Konzentration nicht beeinträchtigt wird. Zum einen sollte daher bei der Arbeit am Computer das E-Mail-Programm geschlossen sein, da hereinkommende Mails dazu verleiten, sie zu öffnen und zu lesen. Ebenso sollte das Handy ausgeschaltet sein, um sich nicht von Anrufen, SMS oder anderen Benachrichtigungen ablenken zu lassen. Das Festnetztelefon lässt sich innerhalb von nur wenigen Sekunden vom Netz nehmen. Nun ist bereits die richtige Umgebung geschaffen.

Den Schreibtisch einrichten

Der Schreibtisch sollte vor der Lerneinheit aufgeräumt werden. Was nicht zum Lernen benötigt wird und ablenken kann, wird außer Sichtweite deponiert. Alte Rechnungen, Romane, MP3-Player oder ein Ebook-Reader haben hier nichts zu suchen, zumindest dann nicht, wenn gelernt werden soll. Wer sich leicht ablenken lässt, wird dazu verleitet, sich einen der Gegenstände genauer anzusehen. Schnell sind mehrere Minuten Zeit verloren und die Konzentration unterbrochen.

Allerdings muss der Schreibtisch nicht leer sein. Die Ablagemöglichkeiten auf der Arbeitsplatte oder in Schubladen müssen groß genug sein, um wichtige Utensilien dort platzieren zu können. Muss der Student immer wieder aufstehen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er auf dem Weg vom Schreibtisch zum Regal etwas Interessanteres erblickt.

Nicht fehlen dürfen am Arbeitsplatz:

  • Bleistift, Kugelschreiber, Marker, Post-it
  • Lineal, Tesafilm, Klebstoff
  • Schnellhefter, Ordner, Klarsichthüllen
  • Papier, Papierkorb
  • Computer, Drucker, Toner
  • Fachbücher

Einen Zeitplan erstellen

Um effektiv zu lernen, ist es außerdem wichtig, sich einen Zeitplan zu erstellen. Es reicht aus, sich auf die kommenden sieben Tage zu konzentrieren, da mit einer Woche der durchschnittliche Alltag abgedeckt ist. Auf keinen Fall sollte der Fehler begangen werden, den Lernplan zu streng einzuteilen. Kommt etwas dazwischen oder wird der Stoff nicht so schnell verstanden wie angenommen, kommt schnell Lernfrust auf. Stattdessen überlegen die Studenten, wie viel Zeit sie täglich zum Lernen aufwenden können, ohne in Stress zu geraten. Es ist immer wichtig, ausreichend Zeit für Freizeitaktivitäten einzuplanen, um zu entspannen und abzuschalten. Außerdem muss bedacht werden, dass bei den täglichen Lerneinheiten ebenfalls eine Pause notwendig werden kann. Nach ungefähr 60 Minuten Lernen können 15 Minuten Entspannung sinnvoll sein, um anschließend wieder erholt weiter zu lernen.

Den eigenen Lerntyp erkennen

Neben den organisatorischen Aspekten beim Lernen ist es wichtig, seinen Lerntyp zu erkennen und darauf sein Verhalten auszurichten.

  • Wer motorisch am besten lernt, hat die größten Erfolge, wenn er anfassen und ausprobieren kann. Es hilft ihm kaum, wenn andere ihm etwas vorlesen oder erklären – er muss selbst aktiv werden. Je nach Fach ist es allerdings nicht immer möglich, mit den Händen zu arbeiten. Der motorische Lerntyp sollte dann nicht davon abgehalten werden, mit dem Stuhl zu wippen. Alternativ bietet es sich an, beim Lernen durch den Raum zu gehen. Durch die Bewegung kann er besser verstehen und auswendig lernen.
  • Im Gegensatz dazu braucht der kommunikative Lerntyp die Auseinandersetzung mit Mitschülern und Studenten. Er muss sich unterhalten können und darüber zu Erkenntnissen gelangen. Ist niemand da, der den Stoff ebenfalls beherrscht, kann es für ihn sinnvoll sein, ihn Freunden oder Familienmitgliedern erzählen zu können. Indem er den Sachverhalt in allgemein verständliche Wörter zusammenfasst, findet ebenfalls ein Lernprozess statt.
  • Wer nicht gerne redet, sondern lieber zuhört, zählt zu den auditiven Lerntypen. Er könnte sehr gut gemeinsam mit einem kommunikativen Lerner zusammen arbeiten. Während dieser ihm den Stoff vorträgt, lernt er durch das Zuhören. Außerdem hilf es ihm, wenn er Inhalte auf ein Diktiergerät spricht und es sich anschließend über Kopfhörer anhört. Das laute Vorlesen ist ebenfalls eine geeignete Methode für ihn.
  • Besonders gut mit Bildern lernt der visuelle Lerntyp. Er prägt sich Fotos, Grafiken und Präsentationen leicht ein und kann sie bei Bedarf vor seinem inneren Auge abrufen. Beim Lernen hilft ihm außerdem, wenn er sich Mind-Maps erstellt oder sich zu einem Sachverhalt ein Bild zeichnet.

Häufig werden verschiedene Lerntypen miteinander vermischt, sodass es sinnvoll ist, Techniken zu kombinieren. Über einen Test lässt sich herausfinden, wo man sich einordnen kann.

Belohnungen für die Motivation

Wurde eine Hausarbeit abgegeben oder eine Klausur mit Erfolg bestanden, ist es sehr motivierend, sich anschließend etwas zu gönnen. Ein Essen in einem Restaurant, ein neues Kleidungsstück oder ein Ausflug bieten sich nach größeren Projekten an. Um die Motivation beim Lernen aufrecht zu erhalten, kann schon beim Erstellen des Zeitplans beschlossen werden, womit sich der Schüler beziehungsweise der Student belohnt.

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